Wirtschaft und Arbeit im Kreis Soest

NRW ist nicht nur das Land großer Industrien. Industrie und Mittelstand prägen unsere ländliche Region. Über 34.000 Gewerbetreibende wirtschaften in den Kreisen Soest und Hochsauerland. Unsere Betriebe zeigen, dass unternehmerischer Weitblick, Innovation und Investitionsfreudigkeit zum Wohlergehen unseres Landes beitragen. Diesen Unternehmen Planungssicherheit für ihr Handeln zu geben, ist in Zeiten des Klimawandels unerlässlich. Unsere Wirtschaft zeigt schon heute, dass sie bereit ist, die Energiewende voranzubringen.

Damit die Wirtschaft in neue Technologien und neue Produktionsverfahren investiert, muss der Staat die Voraussetzungen schaffen. Der Breitbandausbau muss forciert werden, in Infrastruktur muss investiert werden, besonders aber sind schnellere Genehmigungsprozesse wichtig. Verlässliche politische Entscheidungen sind die Voraussetzung, die Zukunftsanforderungen zu meistern.

Ohne gut ausgebildete Mitarbeiter kann unsere Wirtschaft nicht funktionieren.

Grundvoraussetzung hierfür ist eine breite schulischen Allgemeinbildung, das Beherrschen der modernen digitalen Technologien und – besonders – eine berufliche Bildung, die den Absolventen befähigt, den wechselnden Anforderungen im Arbeitsleben zu entsprechen.

Die berufliche Bildung muss wieder mehr gesellschaftliche Wertschätzung erfahren. Das bedeutet, dass u.a. Berufskollegs eine Ausstattung erhalten, die Lernen für und mit den neuen Technologien möglich macht. Auch in Zukunft muss eine ausreichende Anzahl von Berufskolleg die hochwertige schulische Berufsausbildung sichern und einen Ort darstellen, an dem unsere Azubis stolz sind zu lernen, und die immer eingestellt sind auf immer neu entstehende Berufsbilder. Das ist nur möglich, wenn Standorte erhalten bleiben und das Lehramt die nötige Unterstützung zur Nachwuchsgewinnung erhält.

Technologien fordern unsere Arbeitnehmer. Lebenslange Qualifizierung ist eine gemeinsame Aufgabe der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter. Weiterbildung und berufliche Neuorientierung müssen jederzeit möglich sein. Die Meisterausbildung darf nicht an den hohen Weiterbildungsgebühren scheitern.

Gute ausgebildete, fair bezahlte Arbeitskräfte garantieren weiterhin wirtschaftlichen Vorsprung. Jede Tätigkeit verdient Wertschätzung, Leistungsgerechtigkeit und Sicherheit. Familienfreundliche Arbeitszeiten und unterschiedliche Arbeitsmodelle sind ein Baustein, dem Arbeitskräftemangel zu begegnen.

Jugendliche, die im Schul- und Ausbildungssystem scheitern, brauchen eine zweite Chance. Ob Produktionsschulen, Förderprogramme, neue Ausbildungsmodelle; kein Absolvent darf vergessen werden. Nicht alle Arbeitnehmer werden den Anforderungen des Arbeitslebens entsprechen können. Lösungen bieten Teilqualifikationen und ein sozialer und inklusiver Arbeitsmarkt.